Montag, 13. Dezember 2010

Meine erste Safari

Der Ruaha Nationalpark liegt praktisch vor unserer Haustür. Naja gut 200km sind es schon, aber was ist das schon in einem Land von der Größe Tansanias. Der Park gilt als ruhiges Pendant zur Serengeti, die zwar besticht durch eine Vielzahl an Tieren, aber einfach total überlaufen sein soll. Der Ruaha NP hingegen ist der zweitgrößte Park Tansanias direkt nach der Serengeti, bietet eine ebenso große Artenvielfalt, noch ein paar Besonderheiten und liegt im touristisch ruhigen Süden Tansanias. Dass wir eines Tages einen Ausflug wagen würden war uns von Anfang an klar, aber am letzten Wochenende dann haben wir die Chance genutzt. Am Donnerstag war Unabhängigkeitstag und dementsprechend lag die Arbeit nieder. Zudem hatten sich die Kyelaboys Jan und Jonas angemeldet mit denen zusammen wir die Tour unternehmen wollten. So sind wir dann am Freitagmorgen mit dem Dalla in aller Herrgottsfrühe nach Iringa aufgebrochen, um von da aus unser gemietetes Tourimobil zu besteigen und mal richtig touristisch den Nationalpark zu erkunden. Deshalb werdet ihr heute mit Fotos verwöhnt. Für alle E-Mail Leser kann ich nur empfehlen meinen Blog zu besuchen und sich alle Fotos anzuschauen.

David, der Sohn unseres Pastors hier in Mafinga arbeitet für ein Safariunternehmen und dementsprechend haben wir mit ihm Kontakt aufgenommen um unsere Safari zu planen. Er hat uns ein Auto und einen Fahrer organisiert und so sind wir dann zusammen mit ihm als Tierexperten in den Park gefahren. Das Auto war ein echtes Safariauto und offen. Wie es kommen musste überraschte uns auf dem Weg dann natürlich noch ein kräftiger Schauer und wir wurden ein wenig nass. Aber wir waren gerüstet und uns hat es gefreut. Schon seltsam wie man sich plötzlich über das vermeintlich „schlechte“ Wetter freuen kann.

Im Park angekommen gab es auch gleich eine Menge Tiere zu bestaunen.  David und unser Fahrer haben uns mit vielen Infos versorgt und es war wirklich interessant und wunderschön zu beobachten, was die Natur uns so zu bieten hat. Aber nun lass ich mal lieber die Fotos sprechen. Die Fotos laufen rechts in einer Diashow durch. Ihr müsst nur draufklicken, dann kommt ihr zum Album.


Untergebracht waren wir in sogenannten Bandas mit jeweils 2 Betten. Überall drumherum lag Elefantenkot und es hieß man solle nachts die Bandas nicht verlassen, weil die Tiere dann herumlaufen. Ich habe aber leider nichts gehört. Ich weiß auch nicht, ob ich wirklich drin geblieben wäre, wenn ich was gehört hätte.
Ein echtes Highlight der anderen Art gab es noch für mich. Ein Stückchen Heimat. Abends haben wir im Hauptquartier im Mitarbeiterrestaurant gegessen. Wir wollten schließlich keinen teuren Safaritrip machen und möglichst nah an den Tansaniern bleiben.  Zum einen hat es Tansania geschafft gegen Uganda im Elfmeterschießen zu gewinnen und die Leute waren gar nicht mehr zu halten, aber noch witziger fand ich etwas anderes. An der Wand neben dem Getränketresen klebte ein Arminia Bielefeld-Aufkleber. Ich konnte es erst gar nicht glauben und musste näher ran gehen. Und es bestätigte sich. Tatsächlich, Arminia Bielefeld im Ruaha National Park. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand zu dieser coolen Tat bekennt!

1 Kommentar: