Donnerstag, 16. September 2010

Die letzten Sonntagsausflüge

So nach meinem letzten langen Eintrag zu meiner Arbeit, nun aber noch zu meiner Freizeit. Schließlich hatte ich in den letzten 2 Wochen auch zwei freie Tage, die Raphael und ich jeweils völlig ausgekostet haben. Vor zwei Wochen haben wir Alexander, einen anderen Seminarteilnehmer besucht, der in den Pugu Hills wohnt, ein wenig auswärts von Dar es Salaam. Er hatte uns eingeladen und die Möglichkeit aus der Stadt rauszukommen haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen und uns am besagten Sonntag in ein dalla gesetzt.  Aber gar nciht so einfach da hin zu kommen wo man hin will. Durch viel herum fragen mit verschiedensten Antworten haben wir dann aber die richtigen zusammengefügt und waren letztendlich auf dem richtigen Weg. Wir haben dann dem Dallamann noch gesagt wo wir aussteigen wollen und er hat uns dann irgendwo in einem kleinen Dorf nach geschätzten drei Stunden Gesamtfahrzeit rausgelassen. Sofort haben wir für Aufsehen gesorgt, denn in dem Dorf, das an der Hauptstraße zwischen Dar und Dodoma liegt kommen wohl nicht so oft Weiße vorbei. Wir wurden auch schnell von einem der Verkäufer angesprochen, ob wir zu Alex wollten und wir wurden dann zu seinem Haus geführt. Alex hat uns freudig entfangen und uns gerne sein bescheidenes Zuhause gezeigt, dass er sich mit seiner halben Familie teilt. Rundherum stehen Kokosnusspalmen und verschiedene andere Pflanzen, von denen er teilweise lebt. Er wollte uns auch zeigen, wie er auf die Palmen klettert und kurzerhand 2 Kokosnüsse für uns gepflückt, die wir dann frisch verspeist haben.
Anschließend hat er uns ein wenig die Hills gezeigt,  von denen man einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung hat. Zudem ist es super ruhig und keine Menschenseele war zu sehen, was uns sehr entgegenkam. Leider konnten wir die Hills aber nicht richtig besteigen, da sie im Moment von der Regierung geschlossen sind, da in letzter Zeit wohl zu viele Bäume Opfer von illegaler Abholzung geworden sind. Bei unserem ausgedehnten "Spaziergang sind wir noch auf wilde Affen gestoßen sind, die aber auch blitzschnell durch die Bäume abgehauen sind. Anschließend hat er uns noch den größten Kuhmarkt Tansanias gezeigt, der sogar auf einem Sonntag gut belebt war. Dort kamen wir dann auch noch in Kontakt mit einigen reichen „Cowboys“, die als sie gehört haben, dass wir mit erneuerbaren Energien zu tun haben nach Biogasanlagen gefragt haben und sehr interessiert waren. Wie ich finde vom Grundsatz her echt eine coole Idee bei großen Viehbesitzern so etwas aufzubauen. Ob die Idee wirklich gut ist, sollten wir zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht nochmal checken. Zudem haben wir ja nun auch noch nicht so die Ahnung von Biogasanlagen, aber gewiss genug Ansprechpartner mit denen wir so etwas klären könnten. Also alles in allem ein sehr gelungener freier Tag, wennauch ein wenig anstrengend, eine Erholung von der Stadt.

Jetzt am letzten Sonntag haben wir uns mal ganz tourilike mit einem Boot auf eine kleine vorgelagerte Insel von Dar verschiffen lassen und den ganzen Tag unsere Seele baumeln lassen. Die Insel war wunderschön. Es gab nur einen ganz kleinen Sandstrand mit zwei Hand voll Leuten und der Rest der Insel war komplett grün. Wir haben uns dann Schnorchelbedarf geliehen und sind ausgedehnt umhergepaddelt. Dabei sind wir auf Korallen, Anemonen und  Fische mit den Farben des kompletten Regenbogenfarbspek-trums. Dafür musste man auch gar nicht weit schwimmen. Das war wie im Aquarium und bei „Findet Nemo“ zusammen. Schade nur, dass wir keine Unterwasserkamera haben. Ein paar Touribilder von der Insel findet ihr  hier aber trotzdem. Zudem haben wir nämlich auch noch einen kleinen Spaziergang auf der Insel gemacht, bei dem wir noch mehr schöne Ecken entdeckt haben.  Gefahren in Form von Schlangen und tiefen Löcher gab es auch, denen wir aber immer gut ausgewichen sind. Solche Ausflüge möchte ich auch gerne weiterhin machen. Mir ist nur aufgefallen, dass ich mich auf keinen Fall mit den richtigen Touristen identifizieren will, die teilweise sehr unfair mit den Einheimischen umgehen. Ich möchte also gerne auch diese Seiten Tansanias kennenlernen, da es sich dabei meist um sehr schöne Seiten handelt, muss mich und die Tansanier deshalb aber nicht so krass abgrenzen.

Morgen ist mein letzter Seminartag. Die zweite Turbine mit einem 3m Durchmesser ist heute fertig geworden und sieht echt beeindruckend  aus und produziert auch beeindruckend viel Energie. Wer will kann sich die Fotos gerne mal anschauen. Gibt es alles hier... Ich weiß nicht, ob ich mich vor meiner Abreise nochmal melde und auch in Mafinga muss ich dann erstmal schauen, wie ich wieder ans Internet komme. Bis dahin also. Ich freue mich endlich in meine Einsatzstelle zu kommen!

Kommentare:

  1. Hey Basti :-)
    Das klingt ja alles ziemlich interessant bei dir !! Freu mich, dass es dir gefällt. Ich habe mir erlaubt, deinen Blog auf meinem zu Verlinken, ich hoffe das ist ok !? Ich schicke dir dann hier faiererweise auch die Adresse: www.judith-in-nz.blogspot.com
    Ich gebe zu ich habe an einigen Stellen Ideen von dir geklaut ;-)
    Wünsche dir weiterhin eine tolle Zeit und ganz viele schöne Erfahrungen.
    Liebe Grüße, Judith

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  2. Hallo Bastian,
    wir habe gerade Deine interessanten Berichte gelesen und finden es toll so anschlaulich daran teilnehmen zu können. In Melle wird zur Zeit geflogen (es sind hier Ferien!!)
    Wir wünschen dir weiterhin eine tolle Zeit
    herzliche Grüße
    Carola und Michael

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