Donnerstag, 10. Juni 2010

Ein erstes Hallo

Hallo liebe Leser,

dies ist mein erster Eintrag in dem Blog, der mich und hoffentlich auch euch für das nächste Jahr begleiten wird. Ich werde hier in Zukunft hoffentlich viele besondere, ungewöhnliche und prägende Erfahrungen mit allen Interessierten teilen können. Momentan sitze ich noch in Mitten der Vorbereitungen, bevor es dann Mitte August mit dem Flieger rüber nach Tansania geht.


Gleich nachdem feststand, dass ich die Stelle bekomme, habe ich mir beim Tropenmediziner Dr. Vollnberg in Herford einen Termin geben lassen. Insgesamt musste ich drei mal bei ihm erscheinen und wurde dabei gegen alle empfohlenen Tropenkrankheiten geimpft. Dr. Vollnberg hat mich dann auch noch mit allen wichtigen Informationen ausgestattet, damit ich meinen Aufenthalt gut überstehe. Witzigerweise hat er mich jedes mal wieder gefragt, welche Studienrichtung ich denn wohl mal einschlagen möchte und wo ich studieren wolle. Das hat er dann sogar immer noch auf seinen Aufzeichnungen vermerkt. Letztendlich wurde mir dann bei unserem letzten Treffen auch klar warum. Er legte mir nahe mich doch bei einem Studium mal bei seiner Burschenschaft zu melden und erzählte mir von den Vorteilen. Ob ich mich dort wirklich mal melden werde ist fraglich, aber trotzdem waren die Sitzungen bei ihm immer sehr interessant und er hat sich immer ausreichend Zeit genommen, meist ohne Rücksicht auf nachfolgende Patienten.

Außerdem galt es schon einiges an Papierkram abzuwickeln, damit einer Einreise nach Tansania nichts mehr im Wege steht. Der Reisepass musste erneuert werden, weil die Gültigkeit sonst während des Aufenthalts abgelaufen wäre. Passfotos nach tansanischen Vorgaben mussten geschossen werden. Bescheinigungen über Vermögen eingeholt werden und noch Vieles mehr. Die Unterlagen sind dann mit einer Mutter nach Tansania geflogen, die ihren Sohn vor Ort besuchen wollte. Dieser Dokumentenweg ist wohl weitaus sicherer als die tansanische Post. Ich hoffe, dass ich vor Ort nicht unbedingt auf die Post angewiesen sein werde, was Bewerbungen o.Ä. angeht. Aber das werde ich wohl erstmal auf mich zukommen lassen.

Außerdem habe ich nebenbei auch noch mein Abitur gemacht. Und jetzt, wo alles vorbei ist, bin ich dabei alles aufzusaugen, was irgendwie in Verbindung mit Tansania, Entwicklungshilfe, oder meiner Einsatzstelle steht. Außerdem bin ich dabei einen Spenderkreis aufzubauen und möchte weltwärts und Tansania der Öffentlichkeit näher bringen. Dafür habe ich z.B. auch am Mittwoch einen Termin mit der Lokalpresse. Über das Ergebnis werde ich hier natürlich berichten. Der Blog soll natürlich auch dazu dienen mehr Leute auf die Problematik aufmerksamzu machen. Außerdem stellt er auch eine Art Gegenleistung dar. Schließlich ist mein Aufenthalt zu 75% vom Steuerzahler finanziert und zu weiteren 25% von meiner Organisation DTP. e.V. und von privaten Spendern, die ein Recht haben zu erfahren, was vor Ort vor sich geht.

Des Weiteren steht in den nächsten Wochen noch ein Sprachkurs an, in Tansania wird nämlich überwiegend Suaheli gesprochen. Und so soll mir in zwei Intensivkursen, einem hier noch in Deutschland und einem direkt nach meiner Ankunft in Tansania möglichst schnell die Sprache näher gelegt werden. Parallel dazu versuche ich auch schon mich mit passender Lektüre etwas vorzubereiten, was sich großteils aber noch schwer gestaltet.

Ein fast 2-wöchiges Vorbereitungsseinar gibt es auch noch, in dem uns 16 Freiwilligen grundlegendes über unsere Arbeit und das Leben dort vermittelt wird.

Ihr seht in diesem kurzen Überblick schon, dass so ein Jahr mit viel Arbeit verbunden ist und deshalb möchte ich euch auch schon darüber auf dem Laufenden halten, bevor es dann Mitte August los geht. In den nächsten Tagen und Wochen bis dahin möchte ich deshalb auch noch einiges darüber schreiben, wie ich zu diesem Projekt gekommen bin und wie sich die Vorbereitungen weiter gestalten werden.

Außerdem möchte ich an dieser Stelle noch mal um Spenden bitten, damit ich mein Jahr finanzieren kann. Insgesamt ist das Ziel 1800€ aus Spenden dazuzusteuern und bisher habe ich etwas mehr als ein Drittel erreicht. Weitere Informationen gibt es oben über den Menüpunkt "Spenden".

Bis dahin, euer Basti

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen